Tab, Pad oder Kindle; was ist die richtige Wahl?

Dienstag, 1. November 2011 | 16:01 | chef

Vorwort:
Ich hatte die Gelegenheit ein Samsung Galaxy Tab 3G für 2 Wochen zu testen. Dieses Gerät ist seit etlichen Monaten auf dem Markt und allerorts bekannt. In diesem Artikel wird deshalb nur teilweise auf das Galaxy Tab eingegangen, es soll viel mehr als Beispiel dienen um allgemeine Möglichkeiten aufzuführen, die mit anderen Tabs, Pads etc. möglich sind.

Kaufentscheidung:
Es gibt unterschiedliche Gründe, sich für ein solches Gerät zu entscheiden und eine der wichtigsten Erkenntnisse ist dabei, dass die Tabs, Pads und Co den Status bloßes Spielzeug längst hinter sich gelassen haben. Man kann mit diesen Geräten mittlerweile vernünftig arbeiten.

Welche Vorlieben hat man?

Lesen:
Wer keine Lust hat dicke Bücher mit sich herumzutragen kann zu jedem Gerät greifen, da auf allen Geräten eBook Reader laufen. Wer eBooks über Amazon erwerben will, installiert sich einfach die Kindle app. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere eBook Verkäufer.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit PDFs, Txt etc. Dateien auf den Geräten zu lesen. Beim Kindle besteht die Möglichkeit sich Dokumente an seine Amazon Mail Adresse zu schicken, dann werden diese Dokumente in das entsprechende Format umgewandelt und man kann seine Sachen auch unterwegs mit dem Kindle lesen.
Bei Android Geräten ist das Mitnehmen von Files und Texten wesentlich einfach. Das Gerät mit dem PC verbinden und alle benötigten Daten rüberschieben, wenn das Format nicht zu ausgefallen ist, dann können die Texte mit den schon installierten Apps gelesen werden.

Internet:
Können alle Geräte. Es ist sogar möglich mit dem Kindle über WLan ins Internet zu gehen, allerding ist die Steuerung umständlich, weil das Gerät keinen Touchscreen besitzt.

Email:
Tab und Pad haben dazu unterschiedliche Programme zur Verfügung. Es ist reine Geschmackssache, was man verwendet. Beim Kindle kann man durch die Internetverbindung auf die Webseite seines Email Providers schauen und die Emails abzurufen. Die Handhabung ist umständlich, aber wer einen Kindle hat, kann es durchaus praktizieren.

Chat:
Wer hunderte Sms im Monat verschickt, oder sogar eine Sms flat gebucht hat, sollte besser Chat Programme nutzen, google talk, icq, skype… etc. setzt aber voraus, dass man eine Modell mit 3G hat.

Spiele:
Im Android Market oder im App Store finden sich massenhaft Spiele. Auf dem Kindle können jedoch keine weiteren Programme installiert werden. Das wird sich erst nächstes Jahr mit dem Kindle Fire ändern.

Unterwegs oder nur Zuhause:
Wer im Internet surfen möchte sollte sich die Frage stellen, ob er das auch von unterwegs aus machen möchte, oder ihm eine bloße WLan Verbindung ausreicht. Mit unterwegs ist Bus, Zug, Kaufhaus… was auch immer gemeint, eben dort wo es keine WLan Hotspots gibt. Falls man unabhängig vom WLan sein will braucht man ein Gerät das 3G kann und eine Simkarte von einem Anbieter mit einem Datentarif.
Viele Programme machen erst Sinn, wenn man nicht Zuhause ist. Karten in Kombination mit GPS sind daheim eher nutzlos. Oder die Programme für Pendler wie Öffi und Railnavigator. Natürlich kann man diese auch Zuhause abfragen, aber der größte Nutzen entsteht darin, auf diese Programme von unterwegs zuzugreifen.

Synchronisation/ Datenaustausch:
Wer seine Musik auf das Gerät bringen will hat bei Android Tabs kein Problem. Wenn die Treiber installiert sind, kann auf die ganze Verzeichnisstruktur über den angeschlossenen PC zugegriffen werden. Bei IOS ist das mit mehr Aufwand verbunden, weil alles über ITunes geladen werden muss.
Kontakte, Termine etc. können z.B. mit Google synchronisiert werden. Lästiges importieren oder exportieren ist dann überflüssig, weil nur ein Google Account benötigt wird.

Daten Tarife:
Wer unterwegs Surfen will braucht einen Datentarif, am besten preiswert.
Interessant sind Tarife die im Monat nicht mehr als 15 € kosten z.B.:
Congstar: 1GB für 14,99
O2 Internet- Pack- M: 1 GB für 14,99 €
Simyo: 1 GB für 9,99 €
Ein GB ist relativ viel Traffic und wird hauptsächlich nur durch streaming von Musik oder Filmen ausgeschöpft. Durch bloßes Internet surfen und Emails abrufen, wird das eher selten ausgereizt. Deshalb kann man sich auch für 200 MB oder 300 MB entscheiden, was 5 € weniger kostet.
Das beste Netz dürfte von Vodafon sein, aber da gibt es noch keinen Tarif unter 15 €. O2 und Congstar (D1) dürften in etwas gleich gut sein. Simyo (eplus) hat ziemliche Lücken bei schnellem Zugang (Umts/Hsdpa). Es kann natürlich auch passieren, dass man in der Stadt selbst bei O2 oder D1 einen schlechten Empfang hat, was aber dann an einer ungünstigen, lokalen Gegebenheit liegt.

EBooks/ Kopierschutz:
Amazon sichert die Ebooks mit DRM, das bedeutet dass nur die Person die Bücher lesen kann, die sie gekauft hat, die Daten dazu befinden sich im Benutzerkonto; es gibt auch Plugins für Kindle Desktop die diesen Schutz umgehen, was jedoch nicht legal ist.

Datensicherheit/ Privatsphäre:
Zu bedenken ist, dass man für jedes Gerät ein Benutzerkonto benötigt. Sei es bei Amazon, bei Google oder Apple. Damit ist es für den Anbieter möglich eine Vielzahl von Daten zu erfassen. Bei Amazon läuft der ganze Internetverkehr über den eigenen Server, dadurch weiß Amazon genau, auf welchen Seiten man surft. Google und Apple machten in der Vergangenheit Schlagzeilen damit, dass sie Kundendaten sammelten. Man muss gar nicht Gps aktiviert haben und trotzdem weiß Google auf 10 m genau wo man sich aufhält nur durch die Dsl Knoten oder die Mobilfunkmasten. Man kann dadurch fast auf Schritt und Tritt überwacht werden. Natürlich relativiert sich das bei der Masse an Benutzern wieder, weil die Auswertung bei mehreren Millionen Smartphone, Tab, Pad etc. Nutzern alleine in Deutschland eine gewisse Schwierigkeit darstellt. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass Google ein Suchmaschinen Anbieter ist, der über die Technik und die Infrastruktur verfügt, schnell riesige Mengen von Daten auszuwerten.

Video Telefonie:
Mit den Tabs besteht die Möglichkeit z.B. per Skype Videotelefonate abzuhalten. Bei dem Galaxy Tab war das Bild verdreht, was man vielleicht über Einstellungen lösen könnte.
Einige Tarifanbieter weisen darauf hin, dass man den Tarif nicht für Messanger und Voice over IP nutzen darf.

Handhabung:
Ist ein größeres Display besser als ein kleineres?
Nicht unbedingt, denn unterwegs können 10 Zoll Geräte etwas unhandlich sein. Man muss sie irgendwo ablegen, oder mit beiden Händen festhalten. Unterwegs mal schnell Informationen einzuholen ist deshalb etwas schwierig. Bei 7 Zoll Geräten ist es etwas besser, weil diese noch relativ bequem in die Hosen-, Jacken- oder Handtasche passen. Es lässt sich noch ohne Probleme in einer Hand halten, aber zur Bedienung werden auch zwei Hände benötigt, denn so leicht nebenbei wie bei Smartphones, kann man mit den Tabs nicht navigieren. Da das Zoomen bei den Geräten so flüssig läuft hat ein 7 Zoll Gerät durchaus seinen Reiz. Die Bedienung über den Berührungsbildschirm ist sehr angenehm und intuitiv verständlich.
Der Kindle wird allerdings über Tasten bedient, da er über kein Touch Display verfügt.
Außerdem ist zu beachten, dass man den Blick stets nach unten gerichtet hat, wenn man das Gerät nicht über den Kopf hält. Wer mehrere Stunden in der Position verharrt wird Nacken und Rückenverspannungen kennenlernen.
Deshalb stellt sich auch die Frage, ob ein Laptop für den Hausgebrauch, nicht auch eine Option darstellt. Das Arbeiten mit richtiger Tastatur geht schneller und ist entspannter, ferner ist die Blickposition angenehmer. Außerdem sind Laptops mittlerweile preiswerter als Smartphones, Tabs und Pads.

Display/ Technik:
Zu beachten sind die unterschiedlichen Techniken. Kindle verwendet zur Darstellung E Ink. Das bedeutet, dass man eine extra Lichtquelle braucht, wenn es dunkel wird. Dafür ist die Schrift gestochen scharf und auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar.
Bei den andern Tft etc. Displays sind stellenweise starke Spiegeleffekte gegeben und im Freien muss die Helligkeit hochgedreht werden, damit man auf dem Display noch etwas erkennen kann.

Versionen:
Es sind unterschiedliche Versionen von Android im Umlauf und demnächst kommt 4.0 dazu.
Die Android Versionen unterscheiden sich jedoch geringfügig, wenn man nicht wirklich spezielle Fähigkeiten nutzen will z.B. NFC, was aber eher für Smartphons vorteilhaft sein dürfte.

Modelle:
IPad2 (G3 ab 559 € oder nur Wifi ab 485 €)
Samsung Galaxy Tab 7 Zoll (G3 ab 370 € oder nur Wifi 290 €)
Kindle Fire (199 $)
Kindle (Wifi 99€)

Fazit:
IPads sind was Benutzerfreundlichkeit und Design angeht eine Klasse für sich, allerdings macht Apple dem Benutzer einige Vorschriften was sie dürfen oder nicht.
Android Tabs gibt es von unterschiedlichen Herstellern und man kann sich das heraussuchen was einem am besten zusagt. Das Android Betriebssystem steht dem IOS in nichts nach und die IOS Apps sind meistens auch auf dem Android Market zu haben und manchmal günstiger oder gar kostenlos.
Der Kindle ist für Personen wunderbar geschaffen, die hauptsächlich Bücher lesen und nur bedingt auf das Internet zugreifen möchten. Jedoch werden mit dem Kindle Fire die Karten neu gemischt.
Notebooks sind mittlerweile für kleines Geld zu haben. Das Arbeiten mit Tastatur und Bildschirm ist bei längerer Benutzung angenehmer, allerdings ist die Akkulaufzeit mit 4 h nur halb so lang wie bei Tabs und Pads.

Empfehlung:
Das Samsung Galaxy Tab 7 Zoll 3G hat mich auf Anhieb begeistert, weil es alle Bereiche abdeckt und außerdem noch Divx Filme abspielt und einen Steckplatz für Speichererweiterung hat, was das 10 Zoll Galaxy Tab nicht mehr bietet. Das Preisleistungsverhältnis ist wirklich sehr gut. Hier ein Test vom letzten Jahr auf cnet.

Volksverschleimung?

Donnerstag, 1. April 2010 | 20:26 | ghost

Man hat sich daran gewöhnt, dass namhafte Internetseiten ihre Meldungen aus dem ddp Pool generieren. Umso erfreulicher ist es, wenn konträre Meinungen auftauchen und z.B. Lidl gut dasteht, oder vor einer Zinserhöhung bibbern muss. Bei all dieser monotonen Vielfalt wäre es ratsam, es Kavin James gleich zu tun, um dem geballten Wissensdruck stand zu halten. Oder man entschlösse sich bei Praktika mehr auf kleine Mädchen zurückzugreifen, die bei Musik, Gesang und Tanz eine passable Figur machen, weil willig sind sie alle irgendwie, denn auf Generation Praktikum folgt angeblich Generation Porno… hooray!

Apple Marketing

Samstag, 9. Januar 2010 | 12:53 | chef

Es ist durchaus interessant sich mit den Strategien von Apple auseinanderzusetzen, weil sich die Community dadurch viel Hysterie sparen könnte. Apple Produkte sind vielleicht schöner im Design und intuitiver in der Anwendung, aber dafür zahlt man ordentlich mehr für die Marke, denn ähnliche Produkte von anderen Herstellern sind oft preiswerter bei gleichem Funktionsumfang.

Web Ranking

Mittwoch, 9. Dezember 2009 | 12:44 | ghost

Herr Schirrmacher hat vor zwei Jahren eine interessante Zukunftsprognose gestellt; zu finden im letzten Absatz. Wenn man dieser Aussage eine Rangliste von Webseiten gegenüberstellt, bekommt man wirklich Schweißausbrüche; besonders die Betreiber von öffentlich-rechtlichen Webseiten. Alternativ kann man auch die Alexa befragen.

2 facebook
4 youtube
135 spiegel
179 gmx
183 web.de
194 studivz
221 bild
722 sz
741 welt
752 kicker
890 focus
902 RTL
920 stern
1083 lokalisten
1591 n-tv
1607 zeit
2005 zdf
2762 Pro7
3534 wdr
3855 ard
4161 mm
5402 Sat1
7678 mdr
7755 mtv
8172 ndr
8830 heute.de
9080 swr

Das wäre somit ein Bildungsauftrag mit Gütesiegel.

liebenswerter Staatsauftrag

Dienstag, 8. Dezember 2009 | 22:11 | ghost

Vor ein paar Jahren hat sich ein nicht öffentliches Blatt zu dem Thema öffentlich geäußert. Heute kann man der grenzenlosen Fantasie nur jubelnd um den Hals fallen, denn der Bildungsauftrag muss finanziert werden. Falls jemand eine ungewöhnliche Meinung vertritt, dann kann das nur an den privaten Sendern liegen, die mit ihren Werbeeinnahmen und falschen Behauptungen eine Gefahr für den mündigen Bürger darstellen. Um zukünftige Missverständnisse zu vermeiden, wäre eine gezielte Aufklärung wünschenswert.

Google schnüffelt

Montag, 7. Dezember 2009 | 09:02 | chef

Schon mal dran gedacht, dass Google die Suchanfragen auswertet, obwohl man nicht angemeldet ist? Wer glaubt, dass es nicht zum Wohle des Nutzers ist, sollte das Cookie besser deaktivieren.

SE Xperia X10

Dienstag, 3. November 2009 | 18:11 | chef

Endlich ist Sony Ericsson auch auf den Android Zug aufgesprungen. Zwar erscheint das Mobiltelefon wohl in einer älteren Version von Google Android, aber die Oberfläche wurde von SE angepasst. Der Kaufpreis ist mit 700 € recht hoch und das Telefon muss erst noch beweisen, ob es diesen Betrag überhaupt rechtfertigt. Mit Spannung schauen wir auf das 1. Quartal 2010.

Flex 3 von Adobe

Sonntag, 2. August 2009 | 20:28 | chef

Durch ein Projekt wurde ich auf Flex aufmerksam gemacht. Flex ist eine sehr gute Möglichkeit, um Internetauftritte recht schnell umzusetzen. Oberflächen können per Drag & Drop zusammengeklickt werden und der nötige Code mit ActionScript, ist recht gut verständlich. Selbst umfangreiche Berechnungen mit ActionScript passieren, ohne dass die spätere Webseite Verzögerungen hat. Das erstellte mxml File wird von Flex in ein html und swf File umgewandelt. Für das Anzeigen der html Seite ist dann ein Flashplayer nötigt. Wer mit dynamischen Webseiten arbeiten will oder schon arbeitet ist Flex sehr zu empfehlen, denn es lassen sich komplexe Zusammenhänge recht unkompliziert umsetzen. Einfach mal 60 Tage test. Studenten haben sogar die Möglichkeit auf eine Vollversion.