Tankard – Vol(l)ume 14

Montag, 27. Dezember 2010 | 16:27 | ghost

Die Frankfurter sind ihrem Stil über die Jahre treu geblieben. Auch auf dem neuen Album “Vol(l)ume 14” erkennt man vieles sofort. Hin und wieder gibt es ein paar neue Töne, aber im Allgemeinen findet man sich gut zurecht. Die Jungs sind vielleicht nicht die besten Thrasher, aber dafür sind sie mit Abstand die Sympathischsten. Dies beweisen sie auch in ihrem neuen Video. Die Monotonie die sich mit der Zeit einstellt, dürfte bei über 1 Promille nicht mehr gegeben sein. Zum Saufen ist die Musik wunderbar, aber nüchtern verpufft der Glanz etwas schnell.

Blind Horizon – The Parallax Theory

Montag, 27. Dezember 2010 | 15:42 | ghost

An dem Teil kann man sich die Zähne ausbeißen, wenn man den Stil beschreiben müsste. Bei den Italienern ist alles drin, was irgendwie mit Rock oder Metal zu tun hat: Prog, Death, Black, Alternative, Punk, Psychedelic etc. Es gibt Krach und ruhige Momente. Entweder man mag den abgefahrenen Stil oder man schmeißt den Kopfhörer ins nächste Eck. “The Parallax Theory” ist alles, nur nicht greifbar, weil stetig die Richtung gewechselt wird, wie ein Hase auf den man mit einer Schrotflinte ballert. Was die Südländer da produziert haben ist etwas grenzwertig und klingt nach Geschlossener, aber es ist auf jeden Fall eine interessante Rundreise, falls man bis zum Ende durchhält.

Bei dem Video gibt es leider nur Musik:

Mae’s Lost Empire – These words have undone the world

Sonntag, 12. Dezember 2010 | 17:56 | ghost

Man sagt den Leuten von der Insel einen knorrigen, verdreht aber netten Charme nach. Was hinter einer solchen Vielfalt steckt, beweisen uns die Knaben aus Sheffield. Da frisst man sich durch den musikalischen Gemüsegarten und hinterher weiß man nicht mehr ob man mehr Paprika oder Gurke hatte. Die Spannweiter geht von Prog, Metalcore bis Alternative, aber besser beschreibt es die Band selbst mit experimental. Das ist im wahrsten Sinne ein Experi Metal, weil es wirklich kreuz und quer geht. Für das reichhaltige Angebot von “These words have undone the world” sollte man sich viel Zeit nehmen. Die Engländer klingen frisch, kreativ, vielschichtig, reif und doch noch etwas underground. Wer nur mal nebenbei eine CD hören möchte, der sollte sich lieber einen Burger holen. Feinschmecker werden sich aber die etwas sperrige Kost mit jedem Bissen auf der Zunge zergehen lassen. Yum yum!

Hardcore Superstar – Split your lip

Freitag, 3. Dezember 2010 | 21:31 | ghost

Den Gammel Rock oder neudeutsch Sleazerock kann man förmlich aus den Boxen fließen sehen. Vor dem inneren Auge tanzt eine verrottete Horde fern der Sinnen zu den Klängen von “Split your lip“. Küss mir den Arsch, wäre auch ein passender Titel, weil das Album so derbe in die Kerbe haut, dass man die Balladen “Here comes the sick bitch” and “Run to your mama” zum Verschnaufen braucht. Es ist ein fieser Hard Rock der einem ins Gedärm steigt und einen bedingungslos wegspült. Besser man kauft sich die Scheibe nicht, sonst blättert der Putz von der Wand oder die Nachbarn kippen um; ein wirklich schöner, schmutziger Rock mit einem guten Schuss Roll, der förmlich nach Höchstnoten schreit. Sweden, we love you!

“Into debauchery” ist von “Beg for it

“Here comes the sick bitch” ist vom aktuellen Album