Against me! – White Crosses
Samstag, 26. Juni 2010 | 13:09 | ghostAuf “New Wave” war noch einiges an Zorn vorhanden, der auf “White Crosses” verraucht scheint; sozusagen von Raubkatze zu Bikini Mieze mutiert. Statt Punk ist jetzt mehr Pop mit Rock vermengt. Das Album klingt abgeklärter, gesetzt und stimmig. Die Songs kuscheln unverblümt mit den Ohren; wer Aggressionen sucht sollte lieber Fußball schauen.
Steelwing – Lord Of The Wasteland
Sonntag, 20. Juni 2010 | 14:39 | ghostSchon nach den ersten Takten ist klar welche Vorbilder Steelwing haben. Am laufenden Band purzeln Maiden und Priest Zitate aus den Boxen. “Lord Of The Wasteland” ist technisch gesehen durchaus gelungen, aber trotzdem hätten die Jungs vor dem Aufbrühen noch mal kräftig durchrühren sollen. Bei dem Album stößt man sich an nichts und die 80iger ziehen durchaus gekonnt an einem vorbei, ohne dass die Gehörgänge daran Schaden nehmen.
Equilibrium – Rekreatur
Samstag, 19. Juni 2010 | 18:39 | ghostDie Witzbolde verlinken auf ihrer alten Webseite zu den Tele Doofis; .net ist die neue Adresse. In gewisser Weise klingt ihr Album verspielt, süß und lieblich, wenn da nicht das Geschrei und Gegrunze von Robse wäre; ein Kinderchor würde sich problemlos auf der Scheibe integrieren lassen. Man kann ihnen einen gewissen Sinn für Humor unterstellen, was das Hundebellen bei 6:39 in “Aus ferner Zeit” unterstreicht. Lustig hin oder her, bei Equilibrium erkennt man jedenfalls einen gewissen Spielwitz und Tatendrang. “Rekreatur” klingt erfrischend abwechslungsreich und es kommt nicht das Gefühlt auf, dass irgendwelche lauwarmen Sounds zusammengewürfelt wurden, die man sich irgendwo geklaut hat. Eine wirklich märchenhafte Vorstellung!
The Dead Weather – Sea of Cowards
Samstag, 12. Juni 2010 | 11:40 | ghostDas ganze “Sea of Cowards” klingt wie ein bekiffter Trip in die 60er. Trotzdem kommt der Bluesrock recht modern rüber. Einen großen Teil trägt Alison dazu bei, weil in jedem Ton von ihr ein latenter Sex-Appeal mitschwingt. Selbst wer mit den Anfängen der Rockbewegung wenig am Hut hat, wird bei dem Herzblut, das in dieses Album geflossen ist, gerne lauschen. Die Scheibe dreht sich wie ein Kaleidoskop, das einen hypnotisierend in eine tiefe Trance wirft.
Klone – Black Days
Sonntag, 6. Juni 2010 | 16:32 | ghostEingängig kann man den Stil der Franzosen nicht unbedingt nennen. Dazu ist der Klangteppich viel zu dicht und voll gestopft mit Details, dass man für “Black Days” mehrere Durchläufe braucht, bis sich die ganze Pracht entfalten kann. Aus der anfänglichen vernebelten, psychedelic Stimmung wird mehr und mehr eine Morgendämmerung, mit einem erstaunlich gut quietschendem Saxophone im Hintergrund. Wer sich nicht mal schnell ein Baguette zum Frühstück holen will, ist mit diesem Kunstwerk gut bedient, auch wenn der Gesang stellenweise etwas zu hart ist.
Breed77 – Insects
Donnerstag, 3. Juni 2010 | 11:53 | ghostDie Veröffentlichung von “Insects” ist ein paar Tage her, trotzdem hat man bisher noch nicht viel von den Brit- Latinos gelesen. An dem Album kann es nicht liegen, weil es mit so vielen Elementen spielt, dass es ein wahrer Ohrenschmaus ist. Von Rock, Metal, Progressiv bis Folklore ist alles im Angebot. Das Album klingt wie ein bunter Fleckenteppich aus einem orientalischen Market. Wem die Paella zu lasch ist sollte mit Breed77 nachwürzen.