Heaven Shall Burn – Invictus

Sonntag, 30. Mai 2010 | 18:37 | ghost

Wie eine Feuerwalze peitschen die Thüringer durch ihr Album “Invictus“. Nach wie vor kann man die Nähe zu Dark Tranquillity heraushören, aber mit knackigen Thrash-Parts ziehen sie etwas das Tempo an und klingen in ihrem Stil eigenständiger. Ein fettes Brett jagt das nächste und wer die Jungs noch nicht kannte, würde nie auf die Idee kommen, dass das Ding Made in Germany ist. Für das Lied “Given in death” haben sie sich die Zuckerschnute Sabine von den Deadlocks ausgeliehen, was dem ganzem noch die Krone aufsetzt. Wer bisher seine Zweifel hatte ob es richtig war, die Grenze aufzumachen, der kann jetzt ganz laut “Jaaaaaaaaaaaa!” schreien.

The LoveCrave – Soul Saliva

Sonntag, 23. Mai 2010 | 15:44 | ghost

Es besteht durchaus die Möglichkeit zum Tifosi zu mutieren, wenn man sich “Soul Saliva” mehrmals anhört. Francesca setzt ihre Stimme vielschichtig von flüsternd bis kontrolliertem Schreien ein. Wem das Operngeträller von den Pseudo- Sängerinnen im Gothic Bereich auf die Nerven geht, kann mit LoveCrave durchaus glücklich werden, denn selbst beim Thriller Cover müsste dem Michi vor Schreck die Nase nicht mehr abfallen, wenn er noch unter uns weilte. LoveCrave sticht mit “Soul Saliva” aus dem ganzen eintönigen Gothic- Matsch angenehm hervor.

Lunik – Small Light In The Dark

Samstag, 22. Mai 2010 | 11:34 | ghost

Die Schweizer musizieren passend zu den klimatischen Bedingungen auf “Small Light In The Dark” in ihrem verregneten Pop, der zum Dösen und Träumen von warmen Tagen einlädt. Jaels Gesang plätschert entspannt wie ein Dauerregen dahin und der Hörer kann sich in dem musikalischen Rinnsal treiben lassen und sich völlig seiner Sentimentalität hingeben. Das Album schimmert wie ein fernes Licht und schleicht sich unaufdringlich und behutsam in die Gehörgänge.

Keep of Kalessin – Reptilian

Sonntag, 16. Mai 2010 | 13:57 | ghost

Es wäre ein interessantes Ereignis, wenn Keep of Kalessin am Eurovision Song Contest in ihrer Heimat teilnehmen würden. Leider konnten sie nur das Semi Finale des Vorentscheids gewinnen und Norwegen wird jetzt vom etwas schmierig wirkenden Didrik vertreten. Ganz undiskutiert blieb die Teilnahme von den Musikern am Vorentscheid nicht und die Black Metal Szene ließ kein Gutes Haar an der Band, der Verrat vorgeworfen wurde, weil “The Dragontower” keinen Black Metal repräsentiert. Auf ihrem neuen Album “Reptilian” ist das Geklopfe durchaus abwechslungsreich, was auch der letzte Track mit 14:14 min. beweist, jedoch dürfte es nicht jedermanns Sache sein, das Gefühl zu haben, neben einer Zahnstochermaschine zu sitzen, die einen Baum nach dem anderen frisst. Wer auf Black Metal steht, wird seine Freude daran haben.

Avantasia – Angel of Babylon & The Wicked Symphony

Samstag, 15. Mai 2010 | 10:59 | ghost

Mit seinem Solo Projekt Avantasia war der Tobi wieder fleißig und hat mit etlichen Gastmusikern zwei CDs aufgenommen. Überraschungen gibt es keine, weil er seinem hymnenhaften Stil treu blieb und Ohrwürmer am laufenden Band produziert. Die Stimmung wird zusätzlich aufgelockert durch die Gastsänger. Ausfälle gibt es zum Glück nur zwei. Manchmal reitet ihn der Teufel und er muss Rock ‘n’ Roll Parts in seine Lieder integrieren, die dann sehr störend wirken. Dadurch hat er “Alone I Remember” beschädigt und “Black Wings” klingt dadurch sehr unhomogen und hört sich wie ein musikalisches Schlagloch an. Das Album “Angel of Babylon” erinnert stärker an Edguy wohingegen “The Wicked Symphony” einen ticken innovativer klingt, was auch an den Gastsängern liegen mag, denn z.B. das Lied “Dying for an Angel” haut mit dem Klaus am Mikro voll rein. Als Reaktion auf die zwei Alben kann man nur sagen: “Super Job Tobi!”

Wer “Carry me over” von “The Scarecrow” noch nicht kennt, sollte da unbedingt mal reinhören. Die Mid-Tempo-Nummern tritt kräftig Arsch ;-)

Android Games

Donnerstag, 13. Mai 2010 | 16:22 | chef

Stundenlang auf einem Smartphone werden wohl die wenigsten spielen, weil das Display zu klein und der Blickwinkel ungünstig ist, wenn man sich das Gerät nicht gerade vor die Nase hält. Hier ist eine Auflistung von den Spielen, die auf meinem Milestone die letzten drei Monate überlebt haben oder frisch dazu kamen.

für zwei Spieler:

    2 Spieler Reaktor (Spieler können beweisen wer die besseren Reaktionen hat)
    Käsekästchen (setzen von Strichen zu Kästen)
    Line of 4 (Vier gewinnt)
    Tic Tac Toe (Gewinner gibt es selten, aber wenn man schnell spielt passieren schon mal Flüchtigkeitsfehler)

für einen Spieler:

    Coloroid (durch Farbwechsel müssen alle Felder zu einer Farbe werden)
    Jewels (Reihen müssen gebildet werden, leider frustiert der Zufall etwas, wenn man auf Highscore spielen will)
    Drop Flowers (Blüten müssen gefangen werden)
    Farm Frenzy Lite (Gänse etc züchten, leider viel zu wenig Level)
    Idemolished Lite (Häuser werden gesprengt)
    Dungeon Quest (Rollenspiel, das die ersten 40 Level Spaß macht, danach kommt nichts mehr, deshalb besser kein zusätzliches Geld investieren)
    WordUp! (in Buchstaben müssen Wörter gefunden werden)
    Pair Up (Kartenpaare suchen)
    Klondike Solitär (schönes Solitär, das den Platz vom Display gut nutzt)
    Air Control (landen von Flugzeugen)
    Layrinth Lite (mit der Kugel rollen macht Spaß, aber die Level hat man schnell durch)
    Milky Milky (es müssen Rohrleitungen gebaut werden)

gleiches Spielprinzip trotzdem hat jede Version seinen Reiz

    Tower Raiders (Gegner müssen aufgehalten werden)
    Bubble Defense (Bollen nach Rang abgestuft)
    Robo Defense Free (Es kann überall gebaut werden, etwas chaotisch)

Das schöne am Market ist, dass immer wieder neue Spiele hinzukommen und der Speicher mehr voll als leer ist.

Mutiny Within – Mutiny Within

Mittwoch, 12. Mai 2010 | 18:46 | ghost

Die US Newcomer lassen es auf ihrem Debüt mächtig krachen. Melodien findet man in ihren Liedern tonnenweise, aber nie besteht die Gefahr, dass es in kitschige und schwülstige Power Metal Bereiche abdriftet. Das Sextett beherrscht es einfach perfekt zwischen Melodie und Brachialgewalt umzuschalten. Das verwundert auch nicht weiter, wenn man weiß, dass sie früher den durchgeknallten Alexi mit seinen Children of Bodom coverten. Das Album “Mutiny Within” klingt sehr abwechslungsreich und der Neid vieler Alteingesessener ist ihnen mit diesem Kunststück sicher.

Emergency Gate – The Nemesis Construct

Dienstag, 11. Mai 2010 | 11:57 | ghost

Der Sound bei Emergency Gate zeigt eher skandinavischen als bayuvarischen Ursprung und orientiert sich mit “The Nemesis Construct” an bekannten Größen aus dem Melodic Death Bereich. Alles klingt recht durchdacht, nur manchmal hat man das Gefühl, dass Daniel einen Flipperautomat im Studio hatte oder zu oft auf der Loveparade war. Ein paar Synths sind ziemlich grenzwertig und klingen nach Colarausch auf einem Kindergeburtstag. Das Video ist etwas Banane, aber an der Musik gibt es nichts auszusetzen und das Album kann über so manchen Schwächeanfall, bei anderen Bands aus dem Genre, hinwegtrösten.

Karma to Burn – Appalachian Incantation

Freitag, 7. Mai 2010 | 09:40 | ghost

Bei den Knaben kann man schon fast von Urgesteinen sprechen, die nach einer Pause wieder zu sich fanden. Die herunter gestimmten Gitarren knattern unaufhörlich und meistens stört auch kein Sänger. “Appalachian Incantation” klingt so bodenständig roh, dass man gut auf jegliche Lyrik verzichten könnte und sich lieber neben den Kran an der Schrottpresse stellt, um das ganze Dröhnen und Knattern zu genießt.

Motorola Milestone Update 2.1

Donnerstag, 6. Mai 2010 | 20:12 | chef

Jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen, mein Mobiltelefon von 2.0.1 auf 2.1 zu aktualisieren. Es hat sich auch deshalb verzögert, weil irgendwelche Leute meinten, dass alle persönlichen Einstellungen und Programme durch das Update verloren gehen. Darum hab ich nach einem Backup Programm gesucht und “Quick Uninstaller” gefunden, mit dem man alle Programme sichern kann, was aber total überflüssig war.

Update Info:
Durch das Update geht nichts verloren, es muss somit nichts gesichert werden!

Folgende Dinge haben sich verändert:

Desktop
- zwei zusätzliche Desktops zum Ablegen von Links etc.
- Position wird angezeigt

Startbildschirm
- sieht eckiger oder androider aus
- die Bewegungen mit dem Finger sind subjektiv kürzer geworden

Wlan/ Mobile Daten
- das Umschalten geht schneller

Problem Kamera
- vorher: schlechtes Menü und schwache Bilder
- komplett neue Oberfläche und die Bildqualität ist etwas besser geworden
- Barcode Scanner funktioniert wieder, warum auch immer

Problem bei Mailclient
- irgendwann wurden keine Mails mehr abgerufen trotz Abfrageintervall
- wenn man Mobile Daten ein paar mal ein und ausschaltete ging es wieder
- oder wenn man das Gerät neu startete
- so wie es scheint hat sich am Mailclient nichts getan, trotzdem ist der Fehler noch nicht aufgetaucht

Problem verpasste Anrufe
- LED zeigt keine verpassten Anrufe an
- hat sich leider nicht verändert
- kann aber mit der App “Missed Call” behoben werden

LED
- Benachrichtigung durch Blinken bei z.B. neuer Mail
- blinkt nur noch wenn Display ausgeschaltet ist

bewegte Hintergrundbilder
- na ja, das ist wohl Geschmacksache
- das Gras ist durchaus erträglich

neue Icons/ Programme
- Alle Videos Icon
- Audio Effekte für Equalizer
- Camcorder Icon
- Hilfe- Center mit Anleitung etc.
- Moto Fahrzeugfunktion für Schnellzugriff auf Musik, Karte, Sprachwahl, etc.
- Sprachwahl in deutsch
- ein paar Icons wurden geändert

Geschwindigkeit:
- subjektiv empfunden läuft das Gerät jetzt schneller
- früher hat es sich gerne mal aufgehängt bei zu vielen Apps

Fazit
Das Update ist recht schnell durchgeführt und es lohnt sich schon alleine wegen der verbesserten Kamerafunktion. Man sollte es auf jeden Fall machen – setzt natürlich voraus, dass es der Hersteller unterstützt.

Bullet For My Valentine – Fever

Mittwoch, 5. Mai 2010 | 00:22 | ghost

Die Waliser schlugen 2005 mit “Poison” wie eine Bombe ein. Zwar toppte “Scream aim fire” den Erfolg in den Charts, aber es war nur noch ein ideenloser Abklatsch und das Geschrei von Metthew wirkte ziemlich orientierungslos und ähnlich unbeholfen wie die Gitarrenarbeit. Gut dass sie sich mit der neuen Scheibe “Fever” von ihrem Metallica- Größenwahn entfernen und zu ihren Wurzeln zurückkehren. Es sind diese Melodiebögen mit Ohrwurmcharakter die begeistern und der Gesang wirkt wieder viel präsenter. Thumbs up!