Stone Sour – Audio Secrecy

Samstag, 25. September 2010 | 11:44 | ghost

Die neue Scheibe “Audio Secrecy” der O-Saftboys aus den Staaten, ist fast ein Softdrink, weil auf jede schnellere Nummer gleich eine Vollbremsung folgt. Die ruhigeren Nummern klingen durchaus ansprechend, aber die ganze Mischung ist unausgereift. Wenn die Jungs mal härter knattern, dann treten sie im nächsten Moment gleich wieder auf die Bremse. Dadurch kommt kein Fluss auf und alles klingt irgendwie abgehackt und es entwickelt sich keine Dynamik, wie noch auf “Come What[ever]“. Die Scheibe ist wie ein bunt durcheinander gewirbelter Blätterhaufen, der mal ruhig in der Sonne liegt, um im nächsten Moment durch die Straßen zu fegen. Angenehm wird es erst, wenn man sich die Lieder in der passenden Reihenfolge anhört; denn bei dem zuckelnden Fahrstil bleibt der Spaß sonst auf der Strecke.

Volbeat – Beyond Hell, Above Heaven

Sonntag, 19. September 2010 | 15:25 | ghost

Die gepimpte Elvis Kapelle aus Kopenhagen hat auf der neuen Scheibe “Beyond Hell, Above Heaven” eine ziemliche Bandbreite im Petto. Von Country, Rockabilly, Punk und Metal ist alles vertreten speziell; auch zwei Gastauftritten von den Metal Veteranen Mille Promille und Barney. Bei den jeweiligen Liedern mit den Gästen ist es interessant wie im Verlauf der Songs mehrere Stilrichtungen gestreift werden und dann der Arsch tretenden Rockabilly wieder auftaucht. Die Jungs klingen auf dem Album mehr nach Rock und weniger nach Metal, weil bei den Dänen die Gitarren nicht mehr derart dominant wie früher eingesetzt werden. Das Album ist somit eine super Party Mucke und es dürfte auch einige Leute begeistert, die normalerweise nichts mit Metal am Hut haben. Wer sich die Scheibe reinziehen will, muss wissen dass er viel Platz braucht, entweder beim Tanzen oder beim Gasgeben auf der Autobahn, still sitzen kann man bei dem fetten Zeug fast nicht.

Iron Maiden – The Final Frontier

Sonntag, 5. September 2010 | 21:10 | ghost

Na, was kann man da alles lesen von den Meistern; letztes, progressives Album etc. Wollen wir mal nicht hoffen, dass es das Ende war, aber mit progressiv hat das nichts zu tun. Das ist noch immer feiner Maiden Metal wie eh und je. Natürlich kann man an einigen Stellen etwas modernere Elemente feststellen, aber den Musikstil als progressiv zu bezeichnen ist völliger Käse. Beim Intro stutzt man etwas, weil der Ton der Bassdrum wie ein Schussapparat nagelt. Gottlob war das nur das Intro vom Intro und nach 4:35 geht es in gewohnter Maiden Manier weiter. Auf dem Album wechseln sich oft ruhige und schnelle Passagen ab, trotzdem gibt es keine Balladen, weil die Briten immer wieder das Gaspedal finden. Die Songs gehen nicht alle sofort ins Ohr, aber wenn die Scheibe mehrmals durchgelaufen ist, dann bleibt nur ein Urteil! Mensch, ihr Opis bitte nicht ins Altersheim gehen, wir brauchen mehr von eurem geilen Stoff!

Hier was zum Schwelgen in der Vergangenheit! Die Gründerväter des Metals sind ihrem Stil über die Jahre mehr als treu geblieben und klangen damals schon recht modern.

Nokia 2700 Classic Test

Samstag, 4. September 2010 | 17:43 | chef

Mal das Positive zuerst:
- der MP3 Player ist für den Preis ziemlich gut
- kombiniert mit der 2 GB Speichererweiterung macht das Spaß
- der Klang ist auch ganz gut
- nur der Klinkenanschluss greift nicht richtig, erst nach etwas Drehen und Wackeln greift der Stecker (nicht der Nokiakopfhörerstecker!)

So und das war’s dann auch schon.
Wer Einstellungen vornehmen will, der geht in der wirklich sinnlosen Menüführung verloren. Wenn man ein Mailpostfach einstellen will, dann sollte das eigentlich recht schnell gehen.
Bei meinen anderen Telefonen ist das eine Sache von fünf Minuten aber nach 30 Minuten geht noch immer nichts.
Die nervigen Bestätigungen sind auch nicht hilfreich.
Wer denkt sich so einen Unsinn aus, dass man sein Passwort bestätigen muss. Entweder es ist falsch oder richtig, für was braucht man da noch eine Bestätigung?
Wer nicht auf die automatische Einstellung mit einem 08/15 Account zurückgreifen will, muss erst mal suchen wo man das Konto bearbeiten kann.
Jetzt mal ganz langsam zum Mitschauen:
Mail ist an Position 3 von Mitteilung. Das ist aber nur das Postfach und die Einstellungen sind da nicht hinterlegt, sondern unter Postion 14 (Mitteilungeinst) /4 (E-Mail…)/5 (Postfächer…) … dann kann man das Postfachauswählen das man bearbeiten will auswählen.

Mal ein Beispiel SE 770i
Im Ordner E-Mail gibt es Einstellungen, über die man zum jeweiligen Konto kommt, das man problemlos bearbeiten kann.

Hat wohl nur den Sinn, dass niemand Mail verwenden soll, weil SMS viel mehr Geld einbringt und Mail nicht mal einen Bruchteil davon kostet.

Anderes Beispiel:
Der Ordner für gesendete Emails ist nicht in dem Ordner Emails, sondern unter einem anderen Menüpunkt. Wenn man sich jetzt z.B. Emails empfangen auf die Navigationstaste legt, dass man schnell zugreifen kann, hat man nur den Ordner in dem die eingehenden Mails ankommen. Wenn man eine neue Mail verfassen will und nicht auf eine Mail antworten will, dann muss man wieder total umständlich raus und über das Menü in die Untermenüs navigieren.
Da kann man nur den Kopf schütteln, was das für ein Unsinn ist.

Negative Sachen gibt es noch einige:
- Die Tastatur erscheint im ersten Moment ganz gut, aber wer länger damit schreibt für den ist der Widerstand beim Drücken viel zu groß
- Der Opera ist zwar Standardbrowser, aber irgendwas wurde da gedreht weil der so langsam ist
- Das Display ist zwar Groß aber relativ pixlig
- 2 MB Kamera macht nicht mal gute Schnappschüsse

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war recht ordentlich, aber dann erblühte wieder die ganze Eigenwilligkeit, die Nokia an den Tag legt.

Fazit:
Zum Telefonieren reicht es und der Mp3 Player mit Klinke ist recht gut, aber wer was besseres will der sollte noch 50 € drauflegen und sich kein Nokia kaufen.

Exilia – Naked

Samstag, 24. Juli 2010 | 12:20 | ghost

Die Italiener gehen es auf “Naked” recht entspannt an und lassen fast nur die Akustikgitarre und Masha erklingen. Abschließend klemmen sich Exilia noch mal hinter ihre Instrumente und lassen eine ordentliche Rocknummer “No tears for you” vom Stapel. Das Album ist mit 20 Minuten etwas dünn geraten, aber recht viel länger bleibt man auch nicht wach, bei der charmanten Einschlafhilfe.

IN THIS MOMENT – A Star Crossed Wasteland

Samstag, 17. Juli 2010 | 07:21 | ghost

Auf “A Star-Crossed Wasteland” erlebt man eine sehr wechselhafte Maria. Zum Einen schreit sie alles in Grund und Boden, als hätte man dem Baby die Rassel weggenommen und zum Anderen schnurrt sie wie ein Kätzchen, das jedoch eher seltener. Maria klingt beim Schreien nicht nur überzeugend wütend und sehr zornig sondern heult fast schon auf wie eine Sirene. Am Schluss, nach all den Schreitiraden, sitzt das Baby da, funkelt einen liebevoll mit den blauen Augen an und singt “World in Flames”, was alleine schon ein Kaufgrund ist. Mit diesem Album haben sich In This Moment eindeutig vom beliebigen Rock und Metel-Core abgegrenzt und “A Star-Crossed Wasteland” plätschert nicht so handlich dahin wie “The Dream“. Wer montags aufstehen muss oder auf die Bahn angewiesen ist braucht die Scheibe, nur sollte man aufpassen, beim Mitsingen nicht zu überhitzen, wenn sich die Klimaanlagen bei 32 Grad verabschieden.

Ozzy – Scream

Sonntag, 4. Juli 2010 | 09:57 | ghost

Wie ein laues Lüftchen bläst der Rock Opi über “Scream” und sitzt dabei irgendwie zwischen den Stühlen. Er ist leider nicht in der Lage, den beliebigen Songs einen Stempel aufzudrücken. Wie ein alter Mann auf dem Sterbebett haucht das Denkmal seine Lieder. Zwar versuchte man im Studio mehr Pfeffer reinzumischen, aber Ozzys Stimme bleibt dünn und abwesend. Für Hintergrundsbeschallung reicht es völlig aus, denn die Scheibe ist nicht wirklich schlecht. Erfreulicherweise kommt Ozzy bei dem Video viel besser rüber.

Heul doch nicht Argentinien

Sonntag, 4. Juli 2010 | 08:39 | ghost

Selten war die Bild so treffsicher wie gestern mit ihrer Überschrift “Dein Messi kriegt heute auf die Fressi“. Für die Albiceleste und Fans gibt es deshalb eine Aufbauhilfe mit Bildern vom ZDF unterlegt.

Against me! – White Crosses

Samstag, 26. Juni 2010 | 13:09 | ghost

Auf “New Wave” war noch einiges an Zorn vorhanden, der auf “White Crosses” verraucht scheint; sozusagen von Raubkatze zu Bikini Mieze mutiert. Statt Punk ist jetzt mehr Pop mit Rock vermengt. Das Album klingt abgeklärter, gesetzt und stimmig. Die Songs kuscheln unverblümt mit den Ohren; wer Aggressionen sucht sollte lieber Fußball schauen.

Steelwing – Lord Of The Wasteland

Sonntag, 20. Juni 2010 | 14:39 | ghost

Schon nach den ersten Takten ist klar welche Vorbilder Steelwing haben. Am laufenden Band purzeln Maiden und Priest Zitate aus den Boxen. “Lord Of The Wasteland” ist technisch gesehen durchaus gelungen, aber trotzdem hätten die Jungs vor dem Aufbrühen noch mal kräftig durchrühren sollen. Bei dem Album stößt man sich an nichts und die 80iger ziehen durchaus gekonnt an einem vorbei, ohne dass die Gehörgänge daran Schaden nehmen.

Equilibrium – Rekreatur

Samstag, 19. Juni 2010 | 18:39 | ghost

Die Witzbolde verlinken auf ihrer alten Webseite zu den Tele Doofis; .net ist die neue Adresse. In gewisser Weise klingt ihr Album verspielt, süß und lieblich, wenn da nicht das Geschrei und Gegrunze von Robse wäre; ein Kinderchor würde sich problemlos auf der Scheibe integrieren lassen. Man kann ihnen einen gewissen Sinn für Humor unterstellen, was das Hundebellen bei 6:39 in “Aus ferner Zeit” unterstreicht. Lustig hin oder her, bei Equilibrium erkennt man jedenfalls einen gewissen Spielwitz und Tatendrang. “Rekreatur” klingt erfrischend abwechslungsreich und es kommt nicht das Gefühlt auf, dass irgendwelche lauwarmen Sounds zusammengewürfelt wurden, die man sich irgendwo geklaut hat. Eine wirklich märchenhafte Vorstellung!

The Dead Weather – Sea of Cowards

Samstag, 12. Juni 2010 | 11:40 | ghost

Das ganze “Sea of Cowards” klingt wie ein bekiffter Trip in die 60er. Trotzdem kommt der Bluesrock recht modern rüber. Einen großen Teil trägt Alison dazu bei, weil in jedem Ton von ihr ein latenter Sex-Appeal mitschwingt. Selbst wer mit den Anfängen der Rockbewegung wenig am Hut hat, wird bei dem Herzblut, das in dieses Album geflossen ist, gerne lauschen. Die Scheibe dreht sich wie ein Kaleidoskop, das einen hypnotisierend in eine tiefe Trance wirft.