remissierte Rekonvaleszenz (2. Nacht …)

Donnerstag, 30. Juli 2009 | 08:52 | ghost

… aus dem Leben eines verkorksten Hosentaschenphilosophen.

“Hat was. Ich weiß nur nicht was.”
“Nur etwas viel Plastik!”
“Wie kommst denn auf Plastik?”
Langsam entfernten sich die wiegenden Schritte einer Frau die mit ihrem Hund unterwegs war. Das Licht der Laterne schimmerte auf dem hellen Stoff der wellend nur knapp den Oberschenkel bedeckte.
“Wein aus Bechern, wirklich ne tolle Idee von dir. Dann schon lieber gleich aus der Flasche.”
“Nur zu, auch wenn der Alkoholgehalt deine Schweinchensäuche nicht desinfiziert.” Ich war fasziniert von den rhythmisch klingenden Schritten, die sich in die Stille der Nacht verloren.
“Das sind nur ganz normale Halsschmerzen. Ich glaub ich hab ne Wodkaallergie. Willst du noch nen Schluck?” Prent hielt mir die Weinflasche hin.
“Ja, aber mach mal den Becher richtig voll.”
Prent füllte den Becher randvoll.
“Zufrieden?”
“Ja. Weißt was mein Vermieter gestern zu mir gesagt hat?”
Ich machte eine kleine Pause.
“Wo hast den denn getroffen? Will er seine Miete?”.
“Keine Ahnung was der um die Uhrzeit im Haus macht. Er meinte ich sähe aus wie ein Pfund Lumpen.”
“So falsch liegt er da gar nicht.” Prent stieß mir den Ellebogen in die Seite, dass ich fast den Becher fallen gelassen hätte. Ein kleiner Schwall Wein spritze auf den Boden.
“Na prima! Die nächste Flasche zahlst du.”
“Sorry.”
Vom Wasser her kam ein milder Wind der mit einem sanften Rauschen in den Park blies. Die Luft roch frisch und klar mit unscheinbaren Nuancen an Algen, Diesel und verschütteten Wein. An der Kaimauer blieben zwei Frauen stehen, deren Beinkleid etwas länger war, als bei der Hundeliebhaberin von vorhin. Sie tuschelten und sahen herüber.
“Hast noch nen Becher?”
“Ne!” Prent starrte in die gleiche Richtung wie ich, zur Kaimauer.
“Schade, dann können wir sie nicht zum Trinken einladen; deine Schweinchenpest reicht mir schon. Kannst ja nicht mal nen Wein ohne zu kleckern einschenken.”
Mein Schuh verteilte die restliche Pfütze von dem Rebensaft.
“Wie kam denn dein Vermieter dazu?” erkundigte sich Prent während er noch immer starrend die Frauen fixierte.
“Keine Ahnung, vielleicht weil ich fast die ganze Nacht an dem Buch weiter geschrieben habe und Alkohol mich auf eine gewisse Weise inspiriert.” Ich sah seinen starrenden Blick und er blinzelte fast kaum. Ich drehte meinen Kopf, um mich zu vergewissern, dass es nicht an seiner Seuche lag. Von gegenüber kam ein Kichern und sie tuschelten fleißig weiter.
“Hey, die macht sich lustig über dich!”
“Weil …”
“Weil du nicht normal aus deinem Becher trinken kannst.” erwiderte Prent, der anscheinend gefallen an den Zweien oder wenigstens an einer der Beiden gefunden hatte.
“Wie sieht es aus. Hunger?”
“Ja, da hätte schon noch was Platz.”
“Dann schauen wir mal ob sie unsere Gesellschaft erwidern wollen.”
Ich leerte die Reste aus dem Plastikbecher und ging dann zu den Frauen. Im näher treten wurden sie immer jünger und ich wollte schon kehrt machen, allerdings tauchte dann ein schelmisches bis spöttisches Lächeln auf den Lippen einer der Frauen auf, was mich in gewisser Weise herausforderte.
“Guten Abend die Damen. Bitte entschuldigt mein Aussehen. Mein Freund und ich liegen schon seit nem halben Jahr in dem Park und saufen die Tankstelle da gegenüber in regelmäßigen Abständen leer.” ich deutete zu der Leuchtschrift bei der Straße.
“So!” sprach der spöttische Mund. Beide fingen wieder zu kichern an.
“Wollt ihr eure karitative Ader entdecken und mit zwei Obdachlosen essen gehen? Er hat schon viel durchmachen müssen.” Ich nickte zu Prent rüber.
“Warum sollten wir?” sprach meine Herausforderung.
“Weil ihr zwei hübsche Frauen seid und bekanntlich kommt doch die ganze Lieblichkeit von innen und so weiter … und weil ich Hunger habe … und ihr uns schon die ganze Zeit auslacht …”
“Tun wir doch gar nicht.” der spöttische Mund klang sanft.
“Dann beweist es mal!”
Die zwei sahen sich an und zweifelten noch etwas.
“Kommt schon, ich kenn da einen Laden da gibt es ganz leckere Burger!”
Irgendwie provozierten mich ihre Augen, als ich ihr ins Gesicht sah. Ich griff nach ihrer Hand und es fühlte sich vertraut an. Ich zog sie leicht in meine Richtung.
“Kommt schon. Prent braucht unbedingt was zum Essen, sonst kippt er gleich von der Bank.”
“Okay” sie nickten beide.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg und ich bemerkte, dass Prent noch immer starrte; jetzt allerdings aus den Augenwinkeln und zwar auf die andere.

fürstliches Nass

Dienstag, 28. Juli 2009 | 21:52 | ghost

Die fantastischen und malerischen Bauten regen quasi zur Kontemplation an und der Stadtkämmerer füllt das ausgemergelte Säckchen beim Entleeren. Damit für ausreichend Nachschub gesorgt ist, wird an allen Ecken Süßwasser aufgehängt. Unter diesen Umständen stößt das wilde Austreten auf wenig Gegenliebe, denn die Wasserbauten verschlingen Unsummen. Ob sich die marode Bausubstanz dadurch retten lässt oder alles in die Lagunensuppe bricht bleibt abzuwarten. Was da heute schon so alles rum schwimmt ist nicht einheimisch und nicht männlich. Vielleicht sollte der Doge einfach mal eine trippa fiscale erheben, dann könnte man die Stadt schön futtern …

Wechselseitig

Montag, 27. Juli 2009 | 22:37 | poet

Heute überbringt die traute Masse Kunde
zahllos wenig Neues aus der Kasse Munde.

Entleert und gähnend dämmert hin der bleiche Schein
wortlos hinweg geschlichen auf dem Schleichebein.

Das Sonnenreich hat jedoch gepflückt begonnen
und alles mit Morgenduft bestückt gewonnen.

Wadenlibido hat ausgedient?

Sonntag, 26. Juli 2009 | 16:57 | ghost

Sind sie nicht schön, die kläffenden Wollknäule die anmutig Markierungen verteilen. Falls die Feuchtnasen noch nicht mit der Kneifzange gekuschelt haben, dürfte es zu gewissen Unausgeglichenheiten kommen. Wer dies nicht mit erzieherischer Strenge oder der Enteignung der Kronjuwelen lösen möchte, hat eine weitere Möglichkeit, sein Rüdilein glücklich zu machen. Vom Kostenaspekt her dürfte es durchaus interessant sein, denn intakte Vierbeiner fressen weniger … ein ganz neuer Denkansatz gegen Fettleibigkeit …

kungelnd in die Fruchtplantage!

Sonntag, 26. Juli 2009 | 01:56 | ghost

Weltmeisterlich schlangen wir jedes Jahr zu, wenngleich mittelamerikanische Verhältnisse bei uns im subtropischen Finanzklima herrschen. Überraschenderweise wird diese Subkultur nicht entsprechend im Rang bewertet, allerdings zeigt die Karte gut, mit welchen Ländern unser Gebaren auf einer Stufe steht. Wie der Teufel das Weihwasser so scheut jedes MdB die UN- Konvention. Warum auch das Papier unterzeichnen? Wäre doch schade um die schönen Geschenke einzelner Firmen, als kleine Aufmerksamkeit für das Einbringen in die Legislative. Der Bürger sollte es zu schätzen wissen, ohne die Bürde, Entscheidungen zutreffen, leben zu können. Das Geld weiß selbst am besten wie es sich vermehrt. Somit sollten die Volksvertreter nicht in ihrer Entscheidungsfindung beeinträchtigt werden, da sonst die inspirative Beziehung zur Wirtschaft Schaden nehmen könnte. Zwar gibt es auch Personen die guten Willen beweisen, aber Ehrlichkeit ist durchaus als Kontrast zur Tatenlosigkeit zu verstehen; wenn man schon nichts macht, dann wenigstens ehrlich. Die bezogenen Diäten sind umgekehrt proportional zur Nachweisbarkeit der erbrachten Leistung und ganz amerikanisiert werden 100 m Distanzen mit dem Dienstwagen überwunden. Vom Umweltgedanken her sind jedoch längere Strecken zu begrüßen und falls dabei das Auto verloren geht, dann ist dies noch klimaverträglicher. Außerdem wen kümmert schon das Gefährt, solange der Gefährte rund um die Uhr bei Fuß ist; funktionstüchtig und kostenlos. Des Weiteren wurde glücklicherweise berücksichtigt, auf verwandtschaftliche Differenzen zu verzichten, um das Budget vorzugsweise gewinnbringend in spaßige Gesellschaft zu investieren … für die einzelnen Qualifikationen gibt es mit Sicherheit einen Ermessensspielraum … lol

Onlive

Freitag, 24. Juli 2009 | 14:37 | chef

Vier Monate ist es her, dass dieses revolutionäre Konzept vorgestellt wurde. Ob das überhaupt so zu realisieren ist, bleibt eine andere Frage. Die Vorstellung fand auf der ausführlichen Pressekonferenz statt; eine kürzere Erklärung ist hier zu finden. Die Geschwindigkeit ist dabei von entscheidender Bedeutung, um die berechneten Grafiken augenblicklich zu empfangen. Wahrscheinlich sind das hightech Rechenzentren, die diesen Service nur in einem “lokaleren” Gebiet bereitstellen können. Die Seite des Anbieters lautet onlive.

Does marriage suck?

Donnerstag, 23. Juli 2009 | 11:17 | ghost

Könnte man meinen bei der einen oder anderen überflüssigen Veranstaltung. Für das Prinzenpaar ist es mit Sicherheit ein gewinnbringendes Ereignis, wenn das Bäuchlein nicht allzu sehr drückt, aber oft herrscht Langeweile auf den trögen Zusammenkünften und man kann seine Zufriedenheit ausschließlich durch das Buffet und die harten Getränke zurückgewinnen. Lichtblicke gibt es allerdings auch beim Brautkleid, beim Toast, beim Tanz und beim Einzug. Wohl bekomm’s, das neue Leben in allgegenwärtiger Zuneigung … lol

Nicht regenfest, ab auf die Pritsche?

Mittwoch, 22. Juli 2009 | 13:10 | ghost

Wem der Sommer zu wasserreich ist und nicht auf die schönen Ergebnisse von Selbstbräuner zurückgreifen will, kann die Kunstsonne aufsuchen, vorausgesetzt der Milchbart hat genug Lenze zusammen, allerdings steckt im Röhrenlicht ein gewisser Reiz … mit oder ohne Nebenwirkungen …

new possibility to translate

Dienstag, 21. Juli 2009 | 23:06 | chef

I have installed google translation for wordpress. I like it very much especially the nice writing hindi or thai. So it won’t be a problem for you to read this German blog, but the results are not so clear, cause ghost writes a lot of nonsense, and you can’t really translate it.
@Sorry ghost ;-)

vier Jahrzehnte Schmierentheater?

Dienstag, 21. Juli 2009 | 20:01 | ghost

Ein Jubiläum das man sich hart erarbeitet hat wird z.Z. zelebriert. Eigentlich sollten alle Zweifler verstummen, denn am Budget wurde nicht gespart! Die Ausgaben der bahnbrechenden Ausflüge zum Erdtrabanten waren 30mal teurer als alle drei Filme vom tuntigen Depp. Im Gegensatz zur Nasa hat WDC das Geld vielfach wieder reingeholt. Wenn man schon keine Kasse mit dem Ereignis machen kann, sollte zumindest der Mythos weiter leben, mit oder ohne Van-Allen-Gürtel, mit oder ohne seltsamen Mondstart, mit oder ohne funktionierender Raketentechnik, mit oder ohne der Angst, dass die bösen Russen auf dem Mond eine Abschussrampe für Raketen bauen wollen … und wir gratulieren dem Land das alle Träume wahr werden lässt … auf dass kein Doofer mehr zum Mond fliegt und feststellt: “Juhu, ich bin der Erste!” … wer trotzdem noch zweifelt dem kann keiner helfen …

mobile Kommunikation

Montag, 20. Juli 2009 | 16:46 | chef

Es ist heute gar nicht mehr so schwer, von unterwegs kostengünstig in Kontakt mit seinen Freunden etc. zu bleiben. Wenn man einen günstigen Datentarif hat, kann man weltweit mit dem Mobiltelefon mailen, chatten, twittern etc.
Beim Mailen besteht die Möglichkeit bei den neuern Geräten sogar Pushmail zu verwenden, dann bekommt man die Mail sofort, wie z.B. eine SMS, allerdings zu einem Bruchteil von dem Geld. Dazu stellt man die Mailverbindung einfach mit den allgemein bekannten Daten ein und lässt sich die mobilen Einstellungen vom Provider zuschicken. Das ganze ist recht unkompliziert in der Handhabung.
Zum Chatten mit dem Mobiltelefon kann man auf eine Vielzahl von Programmen zurückgreifen. Ich persönlich finde den Jimm am besten, der mit einem bestehenden ICQ Account genutzt werden kann.
Twittern von unterwegs ist auch möglich mit z.B. snaptu.
Wer auf Reise ist und nicht immer ein Internetcafe suchen will oder wem das Telefonieren von öffentlichen Apparaten zu umständlich ist, hat mit diesen Möglichkeiten eine wirklich gute Alternative und das weltweit.

Kreative Kaffeetrinker

Freitag, 17. Juli 2009 | 23:08 | bluenote84149

Herzchen aus geschäumter Milch auf das Heissgetränk zaubern ist kalter Kaffee. Der hyperaktive Koffein-Kreative macht mit seinen Kaffeetanten mal ordentlich einen Kaffeeklatsch und dekoriert den Campus mit trüben Tassen. lol

Spektakuläre Mona Lisa aus Milchkaffee